Sonntag, 8. August 2010

Sie gehört dazu, wie die Sonne, der Sand und das Meer!


Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Post schreiben. Aber nach der Sache mit Robert (die Geschichte könnt ihr hier lesen: http://besonders-gewoehnlich.blogspot.com/2010/08/gell-mamadas-durfen-die-nicht.html) ist es mir ein Bedürfniss, diesen Post über meine Freundin Maria zu schreiben. Maria ist genau wie Robert was ganz Besonderes. Sie sind wie bunte schimmernde Schmetterlinge und bringen uns Freude ins Leben.
Maria ist schwer krank, sie sitzt im Rollstuhl. Den Namen ihrer Krankheit weiss ich nicht, aber ihr Gehirn ist durch ihre Krankheit geschädigt. Deshalb kann sie auch nicht laufen. Aber sie nimmt rege an den Gesprächen am Strand teil, soweit es ihr möglich ist. An ihre engste Familie kann sie sich erinnern, aber manchmal erkennt sie auch ihre Enkel nicht. Maria gehört dazu, wie der Sand, das Meer und die Sonne. Jeder kennt sie und spricht auch ein paar Worte mit ihr.


Maria, ihre Familie und ihre Pflegerin Barbara habe ich letzten Sommer am Strand kennengelernt. Als letztes Jahr der Abschied kam, war Maria am weinen, denn ich fuhr nach Hause. Mir wurde gesagt, ich solle nicht traurig sein, wenn sie mich nächstes Jahr nicht mehr erkennt, das wäre halt so. Bevor ich letztes Jahr abfuhr, habe ich Maria nochmal umarmt und ihr gesagt, sie solle auf mich am Strand warten, nächstes Jahr käme ich wieder.

Und was soll ich sagen, Maria war mit ihrer Familie am Strand als ich dieses Jahr wieder kam. Ich ging die Rampe runter zum Strand und Maria sah mich. Sie schaute mich an und fing an zu winken, ich rannte zu ihr hin und umarmte sie. Und was sagte Maria, "meine Freundin Lydia". Nach einem Jahr hat sie mich wieder erkannt, ich war am heulen vor Freude. Die ganze Familie hat sich gewundert und sich mit Maria gefreut. Dieses Jahr werden wir uns öfter sehen, den Valdemaro ihr Mann kauft einen Computer, damit ich mit Barbara und Maria über Skype telefonieren kann.

Solche außergewöhnlichen Menschen, wie Maria und Robert können uns soviel Freude schenken, das ich die Intoleranz unserer Gesellschaft einfach nicht fassen kann. Sie machen uns das Leben schöner, liebenswerter und bunter. Es ist gut, das nicht alle gleich sind!!!!!! Und es solche besonderen Menschen gibt!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Maria gehört in Italien dazu, wie die Sonne, der Strand und das Meer und die Menschen akzeptieren das. Für Robert wünsche ich mir das auch, das er endlich in seinem kleinen Dorf wo er lebt, anerkannt wird und dazugehört, wie die Sonne, die Berge und der Regen und die Menschen ihn so akzeptieren wie er ist. Ein außergewöhnlicher, liebenswerter kleiner Kerl, der Herzen zum schmelzen bringt.

Kommentare:

  1. Ein wunderbarer Post. Ich danke dir dafür. LG Inge

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  2. "Maria gehört in Italien dazu, wie die Sonne, der Strand und das Meer"

    Schöner konntest du es nicht schreiben!

    GlG, Daniela

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  3. *wischt eine Träne aus dem Augenwinkel*

    Einfach nur schön! Der Post und das es auch so wunderbar anders geht im Leben.

    einen schönen Tag noch

    Bine

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  4. Schön ist das, sie hat Dich lieb und zeigt es Dir.
    wir haben auch einen Jungen im Dorf, nun ist er schon etwas älter, aber er ist das Maskottchen vom Fußballverein. Der kümmert sich liebevoll um ihn und er ist bei jedem Spiel dabei. Es geht auch anders.
    Doch im Osten gab es auch Intolereanz für ihn, da wollten sie ihn den Eltern sogar wegnehmen......
    Liebe und herzliche Grüße
    margit

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  5. Wunderschön geschrieben, liebe Lydia! Die Geschichte von Maria rührt mich sehr. Ich kann mir gut vorstellen, wie sehr Du Dich gefreut hast, dass sie Dich nach einem Jahr wiedererkannt hat. Solche Begegnungen bereichern unser Leben.

    Ganz liebe Grüße von Bärbel (die mit der Bella Roque immer noch nicht fertig ist...)

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  6. Liebe Lydia

    Wie Du wieder geschrieben hast ... mit soviel Herz und Gefühl. Man sitzt dabei und schaut euch zu. Hörst die Worte und sieht das Lächeln. Und all das ungesagte dazwischen.
    Es berührt. Und tut gut. So schön!!! Danke dafür. Nach der Robert-Geschichten haben wir das glaube ich alle nötig ...

    Herzliche Lächelgrüesslis
    Franziska Sternenzauber

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  7. Ja, so wünsche ich mir das Leben, das Miteinander.
    Ich freu mich sehr über das was Du geschrieben hast. Heute bin ich nicht mehr so voller Angst vor dem was passieren kann. Und Dein Post hilft nochmal mehr, dass ich wieder Zuversichtlich bin. Jede Eurer Antworten hat mir geholfen. Es ist auch gut gewesen, von anderen zu hören, die ähnliches erlebt haben. Ich werde nun immer mehr Öffentlichkeit schaffen. Nicht nur im Blog.
    Obwohl Robert heute von allein nur im Garten spielt...
    Danke!
    Viele liebe Grüße
    Elisabeth

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  8. Liebe Lydia,

    dankeschön für diese Post von und mit Maria.
    Habe Tränen in den Augen und ich freue mich so sehr, dass Maria dich nach einem Jahr wiedererkannt hat und sogar deinen Namen wusste.

    Es ist ein großartiges Geschenk für Dich und wird dir unvergesslich bleiben.

    Viele liebe herzliche Grüße sendet Dir Uschi

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  9. Liebe Lydia,

    schön dass du wieder da bist, auch wenn du sicher gerne noch ein Weilchen in Italien geblieben wärst.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du mit deiner herzlichen, offenen Art einen bleibenden Eindruck bei Maria hinterlassen hast.

    Hast du was Schönes aus Italien mitgebracht?

    Liebe Grüße,

    die Landfrau

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  10. Woher weißt Du das ich mir was mitgebracht habe, lach, grins........
    Na klar habe ich, 6 Kilo Soda Caustica auch bekannt als NaoH. Und die erste Seife ist auch schon in der Blockform. Kennst mich doch zu gut!!!!! Ach ja es sind auch noch 4 Liter besonderes Olivenöl dabei zum seifeln.
    ganz liebe Grüße und ich hoffe, wir treffen uns mal bald. Da war doch noch was oder??????
    liebe Grüße Lydia

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  11. Gäbe es mehr Marias und Roberts würde es unserer Welt besser gehen nicht wahr??
    eine Gute Nacht wünscht Dir
    Marlies

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  12. Das hast du wunderbar geschrieben. Ist die Welt nicht groß genug, das wir alle friedlich miteinander umgehen könnten ?? Ich versteh diese Welt manchmal wirklich nicht mehr.Aber da hat die Welt ja keine Schuld, der Mensch an sich ist es wieder. Einfach traurig. Liebe Grüße und ich komme gerne mit dir in den Süden.

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  13. Liebe Lydia,

    möchte Dir auf diesem virtuellem Weg ein bisschen Sonne vorbeibringen.

    Mit Erstaunen las ich bei Deinem Kommentar bei mir, das Du schon ein Öfchen angemacht hast. So kalt schon?

    Und so früh stehst Du auf, ach ich kenne es von früher ja auch um die gleiche Uhrzeit durfte ich auch 2 1/2 Jahre aufstehen und kam Abends um 20.oo Uhr erst wieder nach Hause. Dies war eine harte Zeit.


    Nun wünsche ich Dir ein schönes Wochenende und grüße Dich ganz herzlichst
    Uschi

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