Freitag, 1. Oktober 2010

Mäusejagd!





Heute Morgen in aller früh, so um viertel vor sechs, war unser Töchterchen fertig und Herr Baumeister brachte sie zum Bus, weil es ja noch so dunkel war und kein Mensch auf der Straße ist.

Ich, so ganz alleine zu Hause, genoß die morgendliche Ruhe. Nur unsere Fellnase Frau Saetta stand vor der Terrassentür und bat um Einlass. Nicht das sie keine eigene Katzentür hat, aber unsere Fellnase liebt es durch die Terrassentür und Haustür zu kommen und hat ja ,ihren eigenen Türöffner, mich.
Das weiß sie auch entsprechend zu würdigen und deshalb wird mir auch öfters mit Überraschungsgeschenken gedankt, so auch heute. Nichts ahnend öffne ich ihr die Tür und sie spaziert mit fellgeschwängerter Brust herein und läßt es fallen. Und dann geht es ganz, ganz schnell. Ein Schrei von mir und ich stehe auf dem Stuhl, denn eine Maus rast wie Speedy Gonzales an meinen Füßen vorbei und hinterher im Katzengalopp unsere Fellnase.



Minuten können zu Ewigkeiten werden und so erschien es mir auch, bis mein Held in goldener Rüstung vom Bus zurückkam. Ich hörte nur den Schlüssel im Schloss und war schon am rufen.
Da ich ja aus meiner erhöhten Turmposition einen guten Überblick hatte, konnte ich auch so gleich verkünden, wo sich das riesige Ungeheuer aufhielt. Unsere Fellnase suchte derweil am anderen Ende des Wohnzimmers nach der Maus. Herr Baumeister fing dann in der Früh auch gleich an die Möbel zu rücken um die Maus mit bloßen Händen zu fangen.

Zuerst war sie hinter einem Schrank, dann unter einem Kissen und Herr Baumeister immer auf ihrer Spur. Ich wechselte derweil die Position, begab mich von meinem Hochstand und spähte auch nach der Maus. Ha und plötzlich war sie hinter dem Kaminofen, der Schwanz schaute noch um die Ecke. Ich informierte schnell meinen Herrn Baumeister und er fing todesmutig die Maus. Um Euch bessser über die Geschehnisse die heute Morgen hier geschahen zu informieren, nahm ich schnell die Kamera und wollte noch ein Foto von meinem morgendlichen Geschenk machen.



Oh jeh, das hätte ich besser nicht gemacht, den die Maus war sehr kamerascheu und drehte sich immer in die andere Richtung. Und dann machte sie plötzlich die große Fliege und entwischte. Herr Baumeister sagte zu mir, warum hast Du die Maus nicht festgehalten. Ich??????????????? Ich stand nun mit Kamera auf dem Stuhl und die Jagd begann von neuem. Da aber Herr Baumeister schon in Übung war, ging die Sache zum Glück jetzt ratzfatz von statten.


Und das ist jetzt der Übeltäter, der mich in Panik versetzte. Meinem Retter in der Not, dankte ich dann mit lieben Müntschis und der Tag ist für mich gerettet. Jetzt werde ich mir auf den Schreck, mal erst ein schönes Frühstück und eine Tasse Cappucino gönnen.

Kommentare:

  1. Liebe Ruth,

    das hast Du dir nach der Aktion heute morgen aber auch wahrlich verdient :o)
    Ich glaube mir würde es vor lauter Schreck ähnlich ergehen.
    Aber ein süßes "Ungeheuer" habt Ihr da gefangen!
    Liebe Grüße Jessy

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  2. Boah, was für ein Krimi am frühen Vormittag. Ich wäre immer noch auf dem Stuhl. Denn wo eine ist.....nene, lassen wir das lieber. Ein schönes Wochenende wünsche ich euch tapferen Jägern. LG Inge

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  3. Na, das war aber ein Schreck in der Morgenstunde...aber warum hast Du denn bloß so eine Angst vor so einem niedlichen Mäuschen? Ich habe schon viele Mäuse vor unseren Katzen gerettet - Handschuhe an (wegen Tollwutgefahr), Maus gefangen und zurück aufs Feld!

    Ganz liebe Grüße von Bärbel

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  4. Ist ja eine süße Geschichte, wir bekommen immer nur angefressene Etwas' vor die Tür gelegt, ihhhhhhhhhhhhhhh. Auch gut, da brauche ich nicht auf den Hochsitz.
    Ihr könnt euch was leisten, liebste Kichergrüße von margit

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  5. Ich hab herzlich gelacht, Du beschreibst das Drama aber auch wirklich großartig anschaulich! Nur eines hab ich noch immer nicht verstanden: Warum muss man eigentlich auf den Stuhl, wenn eine Maus kommt? ;o)
    Liebe Grüße, chaosqueen

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