Freitag, 27. August 2010

Ein später Anruf

Ein später Anruf auf dem Handy ist nie gut. Und so war es auch gestern spätabends. Unser Töchterchen ist in den Lernferien. Gestern bekam ich dann einen Anruf von der Betreuerin Lauras, das es ihr nicht gut geht. Sie hätte fürchterliche Bauchschmerzen, Fieber und wäre am weinen. Nachdem ich mit Laura gesprochen hatte, war mir klar, sie mußte ins Krankenhaus um festzustellen, was ihr fehlte.

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was das für ein scheußliches Gefühl ist, eurem Kind geht es schlecht und ihr könnt nicht bei Ihr sein. Die ganze Zeit habe ich gebibbert und gewartet auf den Anruf, was nun mit ihr los ist. Nachher habe ich es nicht ausgehalten und habe selber angerufen. Verdacht auf Blinddarmreizung, da die Leukozyten erhöht waren. Sie wurde stationär aufgenommen. Laura war noch nie stationär im Krankenhaus und wenn was mit den Kindern war, bin ich immer in die Kinder- und Jugendklinik gefahren. Ich konnte mir genau vorstellen, wie es meiner Kleinen jetzt ging (auch wenn sie schon 16 ist) , sie ist und bleibt meine Kleine. Alleine in einer fremden Stadt und dann im Krankenhaus, mit Schmerzen, wie alleine sie sich wohl gefühlt hat. Das ich die Nacht kaum ein Auge zu getan habe und das Handy neben meinem Kopfkissen lag könnt ihr Euch wohl vorstellen.

Heute morgen habe ich schon um 7.30 Uhr im Krankenhaus angerufen, wie es ihr geht und dann haben wir uns auch schon auf den Weg zu ihr gemacht. Aber aufgrund der starken Regenfälle in NRW war auch noch ein Teil Autobahn gesperrt und wir standen ellenlange im Stau.

Aber endlich waren wir da und wir konnten zu unserem Töchterchen. Ach was sah sie verloren aus, in dem Krankenhausbett und ganz verquollene Augen hatte sie, wohl vom weinen. Das einzigste was sie sagte Mama und es liefen schon wieder die Tränen. Aber ich kann nur sagen, die Schwestern haben sich obwohl sie total unterbesetzt waren und viel Arbeit haben, sich ganz, ganz lieb um Laura gekümmert und der Praktikant auf der Station hat sie immer besucht und aufgemuntert und getröstet. Auch die Ärztin die Laura untersucht hatte, war super lieb und nett und hat sich sofort Zeit für uns genommen und mir uns alles besprochen. Aber Laura wollte nur eins nach Hause. Zum Glück hat sich der Blinddarm wieder beruhigt und wir durften sie mit nach Hause nehmen, nur wenn sich wieder was regt, ist klar dann müssen wir sofort ins Krankenhaus, aber in die Kinderklinik wo ich bei ihr bleiben kann, wenn es nötig ist.
Ihr glaubt gar nicht, was ich froh bin, sie gesund und munter wieder zu haben. Heute Nacht kann ich bestimmt gut schlafen und Laura auch.