Freitag, 24. Juni 2011

Waschfrauentag anno dazumal

Gestern hatte ich einen Waschfrauentag wie anno dazumal, mit Wäschestampfer und Co. Jetzt werdet ihr bestimmt denken, war da nicht anfang des Jahres eine neue Waschmaschine im Hause Seifenpalette eingezogen? Ja klar, aber jetzt kommt das große aber, ich habe zwei große Säcke voll Rohwolle, also direkt die geschorene Wolle vom Schaf bekommen. Die musste nun aussortiert und dann in heißem Wasser ca. 40 bis 45 Grad eingeweicht werden, damit sich die Verschmutzungen und das Wollfett (Lanolin) löst. Hier ist ein Bild von der noch verschmutzten Rohwolle.



Hier sortieren wir nun die Wolle aus, stark verschmutzte Teile werden direkt weggeschmissen.
Nun kommt der große Waschvorgang, wie anno dazumal.



Zum Teil war die Wolle so schmutzig, das 2 Waschgänge mit Spüli notwendig waren. Zum Glück hatten wir ja unseren nostalgischen Wäschestampfer, mit dem wir die Wolle vorsichtig in das heiße Waschwasser drücken konnten.  Wenn das Wasser noch warm ist, kommt die Wolle wieder raus und wird mit klarem Wasser ausgespült, bis kein Dreck mehr raus kommt. Umwelt bewusst wie wir sind, haben wir natürlich das gesamte Wasser aufgefangen und damit werden die Blumen gegossen. Soll sogar prima Dünger sein, der Dreck der in der Wolle mit dem Lanolin ist. Meine Infos, wie es gemacht wird, habe ich im Internet gesucht und gefunden. Hatte ja vorher auch null Ahnung. 

Hier liegt nun die Wolle nach dem Waschen zum Trocknen, sie muss schön auseinandergezupft werden, damit sie auch schön flauschig wird.


Da ich ja überhaupt nicht neugierig bin, habe ich sofort einen kleinen Teil kardiert und angefangen zu verspinnen. Und bin total begeistert, die Wolle lässt sich gut verspinnen und hat auch Kuschelfaktor, überhaupt nicht kratzig. Leider weiß ich nicht von welcher Schafrasse die Wolle ist. Der Besitzer konnte es mir nicht sagen, da er sich die Schafe nur angeschafft hat, damit er seine große Rasenfläche nicht mähen muss. Auf jeden Fall war es gestern eine aufregende und interessante Erfahrung und wir hatten  Spass bei der Aktion. Ach ja, es war nur die Wolle von einem Schaf gestern und hat einen riesengroßen Korb voll gegeben und ich habe noch viel mehr davon.

Samstag, 18. Juni 2011

Schwere Stürme und vogelfrei!


Schwere Stürme habe ich in meinem Leben diese Woche erlebt und das ohne Sturmwarnung. Zum Glück habe ich keinen Schiffbruch erlitten: Habe schon einige Stürme in meinem Leben erlebt und bin deshalb auch sturmerprobt. Bin zwar etwas zerzauselt in meinem Inneren, habe aber dank der Unterstützung von Freunden und meiner Familie alles gut überstanden..Aber  auch die Sonne schaut schon wieder hinter dem Horizont hervor und fängt an  mich zu trocknen und mich mit ihren Strahlen zu wärmen. In dieser schweren Woche habe ich gemerkt wie toll es ist, gute Freunde zu haben nicht nur in guten Zeiten sondern auch bei schweren Stürmen.
Freunde sind Engel
die uns wieder auf die Beine helfen,
wenn unsere Flügel vergessen haben,
wie man fliegt.
(Autor unbekannt)

Ich fand diesen Spruch mehr als zutreffend. Merci beaucoup Schwesterchen.

 Bin mir selber treu geblieben und kann mich Morgens beim Waschen auch noch im Spiegel ansehen. Es ist soweit nach 14 Jahren trennen sich die Wege, von meinem Chef und mir, ab dem 1. 7. bin ich vogelfrei und habe keine Arbeit mehr. 


Was mir sehr fehlen wird, sind meine Arbeitskollegen, teilweise kennen wir uns schon seit 29 Jahren und es sind die allerbesten Kollegen der Welt.


 Wie geht es weiter, na ja zuerst sehe ich mal zu das ich mich nach dem schweren Unwetter  mal ein bißchen erhole und fahre in Urlaub. Dort werde ich mir den Kopf frei machen, lange Spaziergänge am Strand mit dem allerbesten Ehemann der Welt machen, den Wellen zuhören was sie mir zu erzählen haben, mit Freunden feiern, viel lachen und wenn ich zurück komme werde ich mein Leben in die Hand nehmen und neu anfangen.


Wie und was ich machen werde, weiß ich noch nicht, aber ich bin neugierig auf das Leben und was es bringt und ich freue mich drauf, denn ich weiß ich habe meine Freunde und meine Familie und

I NEVER WALK ALONE!

Donnerstag, 9. Juni 2011

Wenn einer eine Reise tut...............

Als erstes ein liebes Hallo, an meine gesamten neuen Leser der Seifenpalette.  Fühlt Euch wie zu Hause. Hier ist gibt es öfters was zu berichten, da ich ein  sehr kreativer Mensch mit dem Kopf voller verrückter Ideen und Einfälle bin, die ich am besten gestern schon  umgesetzt hätte . Und das Leben ist auch voller Überraschungen, über die ich auch öfters berichte.

Das Rätsel um den Namen der Rose ist auch gelöst, mein Findelkind ist die Rose Nostalgie. Danke an Bärbel und Marlies, die sie sofort erkannt haben. Jetzt fehlt nur noch der Name der roten Rose, vielleicht finde ich den ja auch noch mit Eurer Hilfe. Aber nun zum heutigen Posting, es gibt ja immer was neues zu berichten im Hause Seifenpalette.


Seit 14 Jahren erledige ich meine Dienstreisen zweimal die Woche, für meinen Chef unfallfrei mit meinem privatem PKW. Bis auf letzte Woche Freitag, da war es dann soweit und ich beschädigte mein Auto. Da wir beide uns nun uneinig sind bezüglich der Haftungsfrage und wer nun die Rechnung bezahlt, bin ich bis auf weiteres auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen.

Ich kann Euch sagen, das ist eine aufregende Sache. Wir sind ja hier nicht in der Schweiz, wo  alles gut ausgestattet ist mit dem öffentlichen Verkehrsnetz oder in einer Großstadt wie Köln, nein wir sind mitten auf dem Land, wenn Du ganz, ganz viel Glück hast, kommt dreimal die Stunde ein Bus .


Aber nun zu meiner ersten aufregenden Busfahrt seit meiner Schulzeit. Gut ausgestattet von meiner Kollegin, mit zig Busfahrplänen, zwei DIN A 4 Seiten Anleitung, wo ich wann, die Fahrbahn wechseln muss, um in einen anderen Bus umzusteigen, welche Nummern die Busse auf welchen Strecken haben und, und, und...
Der Bus kam und ich löste mal erst ein Ticket und lies mich auf die Geheimnisse  des Umsteigens, Fahrticket lösen, etc. ein.

Es ging auch alles ganz gut, bis dann der Busfahrerwechsel kam, auf einmal ging gar nichts mehr. Die hinteren Türen schlossen sich nicht, probiert und probiert...... Dem Bus wurde Luft abgelassen, es wurde manuell versucht  die Türen zu schliessen, aber es tat sich nichts. Dann wurde ein Notruf abgesetzt und im Galopp kam ein Mechaniker angespurtet, der es dann irgendwie schaffte, das die Türen sich schlossen. Nun konnte die Fahrt weitergehn. Nach über einer Stunde Fahrzeit mit Fahrerwechsel und Reparatur des Busses gelangte ich an mein nur 10 Kilometer entferntes Ziel.  Hocherfreut erledigte ich dann meine Arbeit und machte mich auf dem Heimweg natürlich mit dem Bus. Was ich jetzt erlebte, glaubt ihr mir bestimmt nicht. Aber wer eine Reise tut kann viel erzählen .

Nachdem ich nun 20 Minuten auf meinen Bus gewartet hatte, kam er auch. Brav bezahlte ich meine 2,50 Euro und bekam mein Ticket. Ich stieg nun  ein und suchte mir einen Platz, der mir gefiel. Dort sass eine nette aussehende farbige junge Frau. Höflich wie ich nun mal bin, fragte ich an, ob der Sitzplatz frei wäre und ob ich mich setzen dürfte. Mit einem netten Lächeln begrüßte mich die junge Frau und bot mir den Sitzplatz neben ihr an. Auf einmal erschallte ein Ruf aus dem hinteren Teil des Busses. Hey Sie da, das ist ein öffentlicher Bus, sie können sich setzen wo sie wollen, weshalb fragen Sie so doof?

Wer mich  gut kennt, der fängt jetzt schon an zu grinsen wie Fränzi. Mein Blick sprach Bände, ich drehte mich langsam um, musterte den Rufer von oben bis unten und sagte laut damit es auch alle im Bus hören konnten, das ist eine Höflichkeit und damit zolle ich meinem Gegenüber Respekt in dem ich höflich frage. Für eine Sekunde war es ganz still im Bus, alle Gespräche  waren verstummt und alle schauten mich.an. Auf einmal fingen ein paar ältere Leute an zu klatschen.. Der Rufer schaute sich irrtiert um und sagte dann zu mir, sie haben ja nicht ganz unrecht MADAME.  Hach, Leute was ist das Busfahren schön.

Aber wir sind ja noch nicht am Ende der Fahrt, es passierte ja noch mehr. Der Bus leerte sich von Station zu Station, zwischendurch war noch mal Fahrerwechsel, aber als mittlerweile routinierte Busfahrerin, kannte ich das ja schon.
Plötzlich hielten wir aber mit dem Bus nicht an der Station, sondern irgendwo im Nirwana, in der Pampa außer Felder nichts gewesen. Ein Auto hielt vor uns, die Bustüren sprangen auf und wie ein Überfallkommando sprangen 5 ganz in schwarz gekleidete Männer in den Bus mit irgendwelchen grauen Geräten in den Händen. Mein Herz schlug mir bis zum Halse was nun?????? Die Männer waren in der Überzahl, zählten wir doch nur noch 4 Passagiere im Bus.

Allgemeine Verkehrskontrolle, halten sie bitten ihre Fahrausweise bereit. Musste mir doch arg das Lachen verkneifen. Wie in einem guten Actionfim führten sie sich auf. Mein vor kurzem frisch bei dem Fahrer gelöster Fahrausweis, wurde gleich zweimal von verschiedenen Kontrolleuren überprüft, nichts, aber auch nichts war bei mir zu beanstanden. Nachdem sie endlich glücklich und zufrieden bei einem Mitreisendem einen nicht funktionierende Busfahrkarte datentechnisch erfasst hatten, konnte nun unsere Reise endlich weitergehn.

Nach knapp 3 Stunden für Hin- und Rückfahrt für die insgesamt 20 km   tauchte ich gut erholt und entstresst im Büro wieder auf.  Meine Kollegen wollten übrigens schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben, weil ich so lange weg war.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Rosengarten

Heute möchte ich Euch meine Rosen zeigen, wisst Ihr noch letztes Jahr, habe ich mir zwei Ramblerrosen gekauft. Und so sah es letztes Jahr bei uns aus.




Ich war ja so gespannt dieses Jahr, wie es wird mit den Rosen, wie sie wachsen, ob sie schön blühen. Und ich bin deshalb sehr stolz, Euch den Gegensatz vom letzten Jahr zu diesem Jahr zeigen zu können.


Es ist ein Unterschied von nicht ganz einem Jahr.



Die Rosen haben sich mächtig ins Zeug gelegt und haben eine wunderbare Blütenfülle entwickelt. Meine Rosen möchte ich Euch jetzt mal von nahem zeigen.

Das ist meine Kletterrose eine Courtyard Rose mit Namen Concert. Vorletzten Winter hatte sie große Frostschäden und musste kräftig zurückgeschnitten werden. Letzen Sommer erholte sie sich dann langsam und dieses Jahr dankt sie es mir mit einer schöne Blütenfülle.



Dann haben wir noch mein Findelkind oder Adoptivkind, was ich ohne Blüten und Blätter vor drei Jahren aufgenommen  und hochgepäppelt habe. Eine wunderschöne Duft- und Edelrose ist sie geworden, leider weiß ich nicht ihren Namen. Vielleicht kann mir ja einer von Euch Gartenexperten weiterhelfen.


Und dann haben wir noch meinen Rambler, Paul Himalaya Musk kurz Paulchen oder PHM genannt, er bringt dieses Jahr seine ersten Blüten. Am Anfang leicht rose und dann immer mehr in weiß übergehend.




Dann haben wir noch ein weiteres Findel- und Adoptivkind. Schwere dunkelrote Blüten zieren diese Rosen, bei Regen kommt es vor, das die Blüten so schwer werden, das sie abknicken. Einen wunderbaren Rosenduft bringt sie auch mit. Vielleicht kennt ihr Ihren Namen.


Und zu guter letzt haben wir noch einen Rambler Madame Felicitas Perpetue. Für das erste Jahr entwickelt sie eine unheimliche Blütenfülle, die Knospen sind fast pink und sie hat nachher schöne schneeweiße hängende, duftende Blüten.

Zur Zeit genieße ich wirklich den Garten und bin bis spät Abends darin am werkeln. Ansonsten laufen die Vorbereitungen für den Urlaub auf Hochtouren. Heute war unsere Madame Fellnase zum impfen und Check up beim Tierarzt, alles im grünen Bereich und Frau Fellnase ist nun reisefertig mit Impfung und Co. Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag und hoffe das Euch meine Rosenbilder gefallen.