Donnerstag, 9. Juni 2011

Wenn einer eine Reise tut...............

Als erstes ein liebes Hallo, an meine gesamten neuen Leser der Seifenpalette.  Fühlt Euch wie zu Hause. Hier ist gibt es öfters was zu berichten, da ich ein  sehr kreativer Mensch mit dem Kopf voller verrückter Ideen und Einfälle bin, die ich am besten gestern schon  umgesetzt hätte . Und das Leben ist auch voller Überraschungen, über die ich auch öfters berichte.

Das Rätsel um den Namen der Rose ist auch gelöst, mein Findelkind ist die Rose Nostalgie. Danke an Bärbel und Marlies, die sie sofort erkannt haben. Jetzt fehlt nur noch der Name der roten Rose, vielleicht finde ich den ja auch noch mit Eurer Hilfe. Aber nun zum heutigen Posting, es gibt ja immer was neues zu berichten im Hause Seifenpalette.


Seit 14 Jahren erledige ich meine Dienstreisen zweimal die Woche, für meinen Chef unfallfrei mit meinem privatem PKW. Bis auf letzte Woche Freitag, da war es dann soweit und ich beschädigte mein Auto. Da wir beide uns nun uneinig sind bezüglich der Haftungsfrage und wer nun die Rechnung bezahlt, bin ich bis auf weiteres auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen.

Ich kann Euch sagen, das ist eine aufregende Sache. Wir sind ja hier nicht in der Schweiz, wo  alles gut ausgestattet ist mit dem öffentlichen Verkehrsnetz oder in einer Großstadt wie Köln, nein wir sind mitten auf dem Land, wenn Du ganz, ganz viel Glück hast, kommt dreimal die Stunde ein Bus .


Aber nun zu meiner ersten aufregenden Busfahrt seit meiner Schulzeit. Gut ausgestattet von meiner Kollegin, mit zig Busfahrplänen, zwei DIN A 4 Seiten Anleitung, wo ich wann, die Fahrbahn wechseln muss, um in einen anderen Bus umzusteigen, welche Nummern die Busse auf welchen Strecken haben und, und, und...
Der Bus kam und ich löste mal erst ein Ticket und lies mich auf die Geheimnisse  des Umsteigens, Fahrticket lösen, etc. ein.

Es ging auch alles ganz gut, bis dann der Busfahrerwechsel kam, auf einmal ging gar nichts mehr. Die hinteren Türen schlossen sich nicht, probiert und probiert...... Dem Bus wurde Luft abgelassen, es wurde manuell versucht  die Türen zu schliessen, aber es tat sich nichts. Dann wurde ein Notruf abgesetzt und im Galopp kam ein Mechaniker angespurtet, der es dann irgendwie schaffte, das die Türen sich schlossen. Nun konnte die Fahrt weitergehn. Nach über einer Stunde Fahrzeit mit Fahrerwechsel und Reparatur des Busses gelangte ich an mein nur 10 Kilometer entferntes Ziel.  Hocherfreut erledigte ich dann meine Arbeit und machte mich auf dem Heimweg natürlich mit dem Bus. Was ich jetzt erlebte, glaubt ihr mir bestimmt nicht. Aber wer eine Reise tut kann viel erzählen .

Nachdem ich nun 20 Minuten auf meinen Bus gewartet hatte, kam er auch. Brav bezahlte ich meine 2,50 Euro und bekam mein Ticket. Ich stieg nun  ein und suchte mir einen Platz, der mir gefiel. Dort sass eine nette aussehende farbige junge Frau. Höflich wie ich nun mal bin, fragte ich an, ob der Sitzplatz frei wäre und ob ich mich setzen dürfte. Mit einem netten Lächeln begrüßte mich die junge Frau und bot mir den Sitzplatz neben ihr an. Auf einmal erschallte ein Ruf aus dem hinteren Teil des Busses. Hey Sie da, das ist ein öffentlicher Bus, sie können sich setzen wo sie wollen, weshalb fragen Sie so doof?

Wer mich  gut kennt, der fängt jetzt schon an zu grinsen wie Fränzi. Mein Blick sprach Bände, ich drehte mich langsam um, musterte den Rufer von oben bis unten und sagte laut damit es auch alle im Bus hören konnten, das ist eine Höflichkeit und damit zolle ich meinem Gegenüber Respekt in dem ich höflich frage. Für eine Sekunde war es ganz still im Bus, alle Gespräche  waren verstummt und alle schauten mich.an. Auf einmal fingen ein paar ältere Leute an zu klatschen.. Der Rufer schaute sich irrtiert um und sagte dann zu mir, sie haben ja nicht ganz unrecht MADAME.  Hach, Leute was ist das Busfahren schön.

Aber wir sind ja noch nicht am Ende der Fahrt, es passierte ja noch mehr. Der Bus leerte sich von Station zu Station, zwischendurch war noch mal Fahrerwechsel, aber als mittlerweile routinierte Busfahrerin, kannte ich das ja schon.
Plötzlich hielten wir aber mit dem Bus nicht an der Station, sondern irgendwo im Nirwana, in der Pampa außer Felder nichts gewesen. Ein Auto hielt vor uns, die Bustüren sprangen auf und wie ein Überfallkommando sprangen 5 ganz in schwarz gekleidete Männer in den Bus mit irgendwelchen grauen Geräten in den Händen. Mein Herz schlug mir bis zum Halse was nun?????? Die Männer waren in der Überzahl, zählten wir doch nur noch 4 Passagiere im Bus.

Allgemeine Verkehrskontrolle, halten sie bitten ihre Fahrausweise bereit. Musste mir doch arg das Lachen verkneifen. Wie in einem guten Actionfim führten sie sich auf. Mein vor kurzem frisch bei dem Fahrer gelöster Fahrausweis, wurde gleich zweimal von verschiedenen Kontrolleuren überprüft, nichts, aber auch nichts war bei mir zu beanstanden. Nachdem sie endlich glücklich und zufrieden bei einem Mitreisendem einen nicht funktionierende Busfahrkarte datentechnisch erfasst hatten, konnte nun unsere Reise endlich weitergehn.

Nach knapp 3 Stunden für Hin- und Rückfahrt für die insgesamt 20 km   tauchte ich gut erholt und entstresst im Büro wieder auf.  Meine Kollegen wollten übrigens schon eine Vermisstenanzeige aufgegeben, weil ich so lange weg war.