Dienstag, 22. November 2011

Sensoren wie ein Seismograph

Meine Muttterinstinkte bei meinem Kindern, insbesondere bei Prinzess Laura sind so ausgeprägt wie die superempfindlichen Sensoren eines Seismographen. Vielleicht ist es bei Prinzess Laura so, weil ich große Schwierigkeiten in der Schwangerschaft mit ihr hatte und immer Zwiesprache damals mit meinem ungeborenen Kind gehalten habe.
Auf jeden Fall gestern war es wieder soweit, meine Mutterinstinktsensoren, mein Bauchgefühl alles in mir rief, ruf Prinzess an. Sie hatte gerade Schulschluß um 15.00 Uhr. Also hörte ich wie schon so oft auf mein Bauchgefühl und rief sie an. Prinzess Laura meinte nur, ich habe schon auf Deinen Anruf gewartet, bin im Taxi auf den Weg ins Krankenhaus, hatte einen Sportunfall in der Schule.  In welches Krankenhaus? In das??????? Nein, nein rief ich nur. Die Schule hatte ein Taxi bestellt und hatte sie in das nächstgelegene Krankenhaus geschickt. Nur hat dies einen sehr, sehr schlechten Ruf und ich selber hatte dort auch schon eine sehr nachhaltige schlechte Erfahrung gemacht, mit einer Kopfverletzung. Bei mir läuft  in solchen Situation, alles super ab, ich funktioniere ohne viel Nachzudenken. Gab meiner Prinzess telefonisch durch, sich mit dem Taxi in das Krankenhaus fahren zu lassen, aber sich dort nicht in Behandlung zu geben und im Foyer zu warten bis ich angeflogen komme.
Autoschlüssel, Handtasche mehr brauche ich nicht und ab, schon war ich unterwegs. Staus umfahren, Baustellenampel umfahren, Schleichwege nehmen. Und dann das! Das Krankenhaus großräumig abgesperrt, Großbaustelle, Zufahrt nur für Taxis und Krankenwagen. Also mal erst das Auto abgestellt im Parkhaus und zu Fuss, zu Prinzess. Knöchel dick, sie kann nicht laufen, alles grün und blau und Schmerzen. Das Krankenhaus hat sie schon kennen gelernt unfreundlich war man zu ihr, weil ihre Schulfreundin nach einem Rollstuhl für sie gefragt hat um vom Taxi in das Krankenhaus zu kommen, weil sie nicht laufen konnte.
Meine Entscheidung viel mir nun ganz einfach, keine Behandlung hier in diesem Krankenhaus, Kind einladen und zu einem anderen Krankenhaus fahren. Nur wie mache ich das mit der Zufahrt zum Krankenhaus. Kurzerhand habe ich entschieden, das mein Auto sowieso Mamataxi ist und in diesem Moment auch Krankenwagen und ich habe die Einfahrt genommen, die für Krankenwagen ist um mein Kind einzuladen. Hätte einer mal versucht mich stoppen zu wollen, ich glaube eine fauchende Furie wäre nichts gegen mich gewesen. Denn wir durften noch nicht einmal den Rollstuhl benutzen um zur Straße zu gelangen, das wäre Diebstahl gewesen und sie hätten mich angezeigt.
Mir war schon fiel wohler, als ich Prinzess Laura an meiner Seite hatte und wir zu unserem Krankenhaus im bergischen unterwegs waren. Dort konnte ich mit dem Auto bis zum Foyer vorfahren um sie auszuladen und humpelnd ins  Foyer des Krankenhaus zu bringen. Dort sah mich in der Einganghalle der Pförtner, er kam sofort angelaufen mit einem Rollstuhl für das Kind, was für ein Service muss ich doch auch mal erwähnen. Ich erklärte ihm, das mein Wagen noch vor der Eingangstür steht mit Warnblinkanlage und ich ihn wegsetzen wollte. Der nette Herr Pförtner sagte nur, die Krankenwagen kommen vorbei, lassen sie ihren Wagen stehen und bringen mal erst ihr Kind in die Ambulanz wenn was ist, finde ich sie schon. Wow und nochmals wow. Prinzess Laura brachte ich also in die Ambulanz, meldete sie an und fuhr dann das Auto auf den Parkplatz. Als ich zurückkam, konnte wir direkt schon zum Arzt zur Untersuchung, danach zum Röntgen. Als wir vom Röntgen zurückkamen, waren die Bilder schon beim Arzt und die Behandlung konnte fortgesetzt werden. Zum Glück war nichts gebrochen, eine schmerzhafte Bänderdehnung und Prellung. Einen wunderschönen knallroten Verband bekam sie und die passenden knallroten Krücken für Mädels. 28 Minuten waren wir dort im Krankenhaus, eine super Behandlung, Versorgung und superfreundlich  das komplette Personal. Und wir sind Kassenpatienten und keine Privatpatienten.  Schneller geht es wirklich nicht, ein ganz liebes Dankeschön an das bergische Krankenhaus in unserer Nähe, da können manch andere noch viel, viel von lernen.

Nun bin ich erst mal wieder im Dauereinsatz als Mamataxi, Prinzess Laura ist mit Krücken unterwegs zur Schule, es ist zu wichtig, im Moment darf und kann sie nichts versäumen. Aber es wird schon wieder, das ist die Hauptsache.